Reporting in the case of notional cash pooling
Zusammenfassung
Es handelt sich um ein AnaCredit-Q&A-Dokument der EZB zum Thema „Reporting in the case of notional cash pooling“, veröffentlicht am 31.01.2020 und mit der Frage-ID 2020/0015. Das Dokument erläutert anhand eines stilisierten Beispiels mit den Unternehmen A, B und C sowie Bank X, wie eine Notional-Cash-Pooling-Vereinbarung im Rahmen von AnaCredit zu berichten ist. Kern des Beispiels ist eine von Bank X eingeräumte Kreditlinie von bis zu 10 Mio. € mit einem Zinssatz von 4,5 % p.a., die über individuelle Überziehungskonten der Unternehmen gezogen werden kann; diese Konten gelten jeweils als eigenständige „Instrumente“ im Sinn von AnaCredit. Das sogenannte „notional top account“, welches die Gruppenmittel nur fiktiv konsolidiert und der Zinsberechnung dient, ist dagegen nicht als Instrument zu melden. Die Tabellen 1 bis 3 zeigen für Ende Februar die Meldung der einzelnen Überziehungskonten (InDVDLACCNT#A/#B/#C) mit einem ausgenutzten Kreditvolumen von 0 €, einem vollständig verfügbaren Off-balance-sheet-Betrag von insgesamt 10 Mio. € sowie den Rollen Bank X als Gläubiger/Servicer und der jeweiligen Gesellschaft als Schuldner. Im Instrument-Protection-Received-Datensatz (Tabelle 4) wird das im Pool befindliche Eigen-Cash der Gruppe als Schutz für die Kreditlinie ausgewiesen und den einzelnen Instrumenten mit konkreten Schutzbeträgen (z. B. 1 Mio. €, 2 Mio. €) zugeordnet. Für Ende März wird ein Szenario beschrieben, in dem die Gruppe eigene Mittel von 6 Mio. € und Verpflichtungen von 8,5 Mio. € hat, sodass 3,5 Mio. € Bankmittel genutzt werden und ein verbleibender Off-balance-sheet-Betrag von 6,5 Mio. € besteht; die entsprechenden Finanzdaten je Instrument (Tabelle 5) sowie die aktualisierte Schutzzuordnung von 1 Mio. € Cash bei Company A an die Kredite von B und C (Tabelle 6) werden dargestellt. Das Dokument betont, dass nur die von der Bank gewährten Kredite meldepflichtige Instrumente sind, dass es sich um eine Multi-Debtor-Credit-Cross-Limit-Struktur handelt und dass für die Meldung die Währung und der Zinssatz der einzelnen Konten maßgeblich sind, nicht die des fiktiven Top-Accounts.